Mein persönliches Human Design
Als ich angefangen hab, mich mit meinem eigenen Human Design zu beschäftigen, gab es ziemlich viele Stellen, bei denen ich dachte:
„Jaaaa. Das bin sowas von ich!“ Und an anderen Stellen eher: „Häh?!? Echt jetzt?“
Und genau das finde ich bis heute spannend.
Ich sehe mein Chart nicht als Beweis dafür, warum ich so bin, wie ich bin. Und auch nicht als vollständige Beschreibung von mir. Aber ich finde darin ziemlich viele Dinge wieder, die ich aus meinem eigenen Leben kenne – manches sofort, manches erst viel später und manches vielleicht auch gar nicht.
Hier bekommst du deshalb einen kleinen Einblick in mein Human Design und darin, wie ich einzelne Dinge davon bei mir erlebe.
Mein Human Design-Typ ist Generator mit emotionaler Autorität.
In meinem Chart sind drei von vier sogenannten Motoren definiert. In der Human-Design-Sprache wird damit ziemlich viel Energie und Antrieb verbunden.
Und ja… n Haufen Energie und Schaffenskraft kenne ich von mir durchaus. 😄 Allerdings eben nicht immer, nicht unbegrenzt und schon gar nicht für alles.
Meine definierte Wurzel wird im Human Design unter anderem mit Druck, Antrieb und einem gewissen Umgang mit Stress verbunden. Was ich bei mir tatsächlich gut kenne, ist ein ziemlich starkes Grundgefühl von: „Irgendwie geht’s weiter.“ Ob ich das deshalb „Urvertrauen“ nennen würde? Manchmal ja. Manchmal vielleicht auch einfach Sturheit. 😉 Und meistens erlebe ich mich tatsächlich als ziemlich geerdet.
Dann ist da noch mein Profil 3/5. Das wird im Human Design stark mit Ausprobieren, Erfahrung und Lernen durchs tatsächliche Erleben verbunden. Und spätestens da musste ich wirklich nicht lange überlegen: Ich probiere unglaublich viel aus, beginne einen Weg zu gehen, stelle unterwegs fest, was funktioniert und was nicht, ändere wieder was – und sammle dabei ziemlich ordentlich Erfahrungen. Mein Werkzeugkoffer ist deshalb heute tatsächlich ziemlich gut gefüllt.
Nicht, weil mein Chart mir das verleiht… Sondern weil ich in meinem Leben verdammt viel ausprobiert, gelernt, verworfen, verändert und wieder neu zusammengesetzt habe.
Und genau so möchte ich dir auch die nächsten Teile meines Charts zeigen:
Was beschreibt Human Design da – und was davon erkenne ich bei mir tatsächlich wieder?
Kanal 3-60 & 9-52
Kanal 3-60
Beim Kanal 3–60 bin ich ziemlich schnell bei drei Themen hängen geblieben:
Möglichkeiten sehen, Veränderung – und Akzeptanz.
Ja… die drei kenne ich ziemlich gut von mir. 😉
Ich erlebe bei mir tatsächlich oft, dass mir bei einem Menschen Dinge auffallen, Möglichkeiten in den Kopf kommen oder ich eine Ahnung davon bekomme, was vielleicht noch drinstecken könnte. Aber – und das ist mir heute wichtig:
Das, was ich wahrnehme, ist erstmal meine Wahrnehmung.
Ich kann dir sagen, was mir auffällt. Ich kann einen Gedanken, eine Frage oder einen Impuls in den Raum stellen. Aber ich weiß deshalb nicht besser als du, was tatsächlich in dir steckt, was für dich gerade möglich ist oder wohin du dich entwickeln solltest.
Und dann ist da bei diesem Kanal dieses starke Thema Veränderung.
Veränderung gehört für mich ziemlich selbstverständlich zum Leben dazu. Nicht immer freiwillig. Nicht immer angenehm. Und ganz sicher nicht immer nach Plan. 😄
Was für mich aber genauso dazugehört, ist Akzeptanz.
Nicht im Sinne von:
„Ist halt so, kannste nix machen.“
Sondern eher:
„Okay. Das ist gerade die Situation. Das ist gerade in mir los. Das sind gerade die Bedingungen, mit denen ich es zu tun habe.“
Für mich wird Veränderung oft erst dann wirklich möglich, wenn ich aufhöre, gegen das anzukämpfen, was im Moment ohnehin da ist.
Und Akzeptanz heißt für mich dabei überhaupt nicht, dass alles so bleiben muss.
Ich kann sagen:
„So ist es gerade.“
und gleichzeitig:
„Und so möchte ich es nicht für immer lassen.“
Beides darf gleichzeitig wahr sein.
Und genau da wird es für mich spannend:
Was verändert sich gerade?
Was ist vielleicht nicht mehr passend?
Was könnte neu entstehen?
Und welche Möglichkeit habe ich bisher vielleicht noch gar nicht gesehen?
Vielleicht hängt genau deshalb für mich auch das Thema Grenzen so stark mit diesem Kanal zusammen.
Nur weil ich irgendwo noch eine Möglichkeit sehe, heißt das nämlich noch lange nicht, dass der andere sie sehen, wollen oder gerade überhaupt leben kann.
Aus jemandem unbedingt „mehr rausholen“ zu wollen, finde ich deshalb nach wie vor ziemlich gruselig.
Ich kann etwas wahrnehmen und zur Verfügung stellen.
Was du damit machst, bleibt bei dir!
Kanal 9-52
Beim Kanal 9–52 geht es unter anderem um Konzentration, Fokus und Klarheit.
Und ja… auch da finde ich mich ziemlich wieder.
Ich kann mich in Dinge wirklich sehr tief reinfuchsen, wenn sie mich interessieren oder ich das Gefühl habe, da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Was ich daran besonders spannend finde:
Ich erlebe bei mir oft, dass sich aus vielen einzelnen Informationen irgendwann ein größeres Bild zusammensetzt.
Also nicht unbedingt sofort. Manchmal liegen da erstmal hundert einzelne Puzzleteile rum und mein Kopf macht irgendwas damit… Und irgendwann entsteht daraus plötzlich so ein:
„Ahhh. Okay. Darum geht’s eigentlich.“
Auch beim Thema Fokus kenne ich das gut.
Mir fällt oft auf, wo ich gerade hinschauen möchte oder was für mich im Moment wesentlich erscheint, damit ich bei einem Thema weiterkomme.
Das heißt aber nicht, dass ich objektiv weiß, wo der Fokus liegen muss – schon gar nicht für einen anderen Menschen.
Ich kann dir sagen, worauf meine Aufmerksamkeit gerade fällt oder welche Verbindung ich sehe.
Ob das für dich gerade genauso relevant ist?
Das darfst du selbst rausfinden.
Kanal 19-49
Der Kanal 19–49 hat für mich ziemlich viel mit Feinfühligkeit, Bedürfnissen, Werten und Grenzen zu tun.
Jap, unbedingt erkenne ich mich darin ziemlich deutlich wieder. 😉
Ich nehme bei anderen Menschen oft sehr viel wahr.
Stimmungen. Kleine Veränderungen. Dinge, bei denen bei mir innerlich irgendwas anspringt und ich denke:
„Hmmm… da ist doch was.“
Manchmal habe ich auch ziemlich schnell eine Idee davon, was ein anderer vielleicht gerade braucht.
Aber auch hier gilt für mich heute:
Nur weil ich etwas wahrnehme, heißt das noch nicht automatisch, dass ich weiß, was tatsächlich in dir los ist.
Das, was bei mir ankommt, läuft eben auch durch mich – durch meine Erfahrungen, meinen Blick, meine Werte und alles, was ich selbst mitbringe.
Ich kann dir also sagen:
„Das ist das, was ich gerade wahrnehme.“
Ob es für dich passt?
Das findest du heraus.
Was bei diesem Kanal für mich außerdem ganz groß drinsteckt, sind Werte und Grenzen.
Ich merke ziemlich deutlich, wenn etwas für mich einen Punkt erreicht, an dem ich denke:
„Nee. So nicht.“
Und wenn mir etwas wirklich wichtig ist, kann da auch eine ordentliche Portion Revolutionsenergie auftauchen. 😄
Aufgeschlossenheit, Authentizität und Akzeptanz gehören zum Beispiel zu meinen wichtigsten Werten.
Aber auch da gilt:
Nur weil etwas mein Wert ist, wird daraus nicht automatisch ein Maßstab dafür, wie du leben musst.
Für mich beschreibt dieser Kanal deshalb ziemlich gut etwas, das mir heute sehr wichtig ist:
Ich darf dich wahrnehmen.
Ich darf meine Werte und Grenzen haben.
Und du darfst trotzdem anders sein als ich.
Kanal 10-34, 10-57 & 34-57
Diese drei Kanäle packe ich der Einfachheit halber mal zusammen. 😉
Da steckt für mich ziemlich viel drin von:
Mut. Selbstermächtigung. Im Moment leben. Intuition. Innere Stimme. Und dieses manchmal sehr deutliche Gefühl von: „Ich weiß gerade einfach, dass da was ist.“
Ich kenne bei mir eine ziemlich starke innere Wahrnehmung. Manchmal ist die glasklar. Manchmal eher so ein leises:
„Hmmm… da stimmt doch irgendwas noch nicht.“
Und manchmal taucht bei mir im Gespräch mit einem Menschen ein Gedanke auf, eine Verbindung oder etwas zwischen den Zeilen, bei dem ich mich selbst kurz frage:
„Wo kam das denn jetzt her?“ 😄
Früher hätte ich vielleicht gesagt:
„Ich höre da etwas heraus, was du mir noch gar nicht gesagt hast.“
Heute würde ich es anders beschreiben: Ich nehme etwas wahr, es passiert in mir etwas damit – und daraus entsteht manchmal ein Gedanke oder Impuls, den ich dir zur Verfügung stellen kann.
Ob ich damit tatsächlich etwas treffe?
Das entscheidest nicht mein Gefühl und auch nicht dein Human-Design-Chart. Das merkst du selbst.
Genau das ist für mich inzwischen ein ziemlich wichtiger Teil meiner Arbeit mit Menschen geworden.
Nicht:
„Ich weiß, was bei dir los ist.“
Sondern eher:
„Mir fällt gerade etwas auf. Magst du mal gucken, ob da für dich irgendwas dran ist?“
Und auch das Thema Selbstliebe sehe ich heute ein bisschen anders als früher.
Mir geht es nicht darum, jemanden dahin zu bringen, irgendwann alles an sich toll zu finden.
Ich finde viel spannender, sich selbst überhaupt immer besser kennenzulernen, ernst zu nehmen und vielleicht auch Seiten anzuschauen, bei denen man erstmal denkt:
„Joaaa… die hätte ich jetzt nicht unbedingt bestellt.“ 😄
Manches davon darf ich annehmen. Manches möchte ich vielleicht verändern. Beides darf gleichzeitig sein.
Und ja – Perfektionismus steckt bei mir auch ziemlich ordentlich drin.
Wobei meine Website inzwischen ja tatsächlich online ist, obwohl sie immer noch nicht an jeder Ecke „fertig“ ist.
Ich würd sagen:
Fortschritt. 😉
Hast du Lust, mal auf dein eigenes Human Design zu schauen und zu gucken, was du darin wiedererkennst?
Dann können wir genau das gemeinsam tun.
Ich bringe dir das mit, was ich in deinem Chart sehe, meine Fragen, Gedanken und Wahrnehmungen.
Was davon für dich passt und was nicht, entscheidest du selbst.